Continental ContiSportAttack Test - Bikereifen24

Continental ContiSportAttack Test & Erfahrungen

Satzkonfiguration

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Der Continental SportAttack war einer der ersten waschechten Sportreifen von Continental und wurde bereits vor mehr als einem Jahrzehnt eingeführt. Auch heute noch ist der ContiSportAttack als Neureifen im Programm von Continental verfügbar. Der SportAttack soll dabei eine günstige Alternative zu den Topmodellen des Herstellers sein und Hypersport zum kleinen Preis ermöglichen. Ob der Ur-SportAttack auch heute noch eine Empfehlung ist, erfährst du in unserem großen Continental ContiSportAttack Test.

Continental ContiSportAttack Test

Der Continental ist ein absoluter Topreifen aus vergangenen Tage. Wie sich der beliebte Hypersportreifen in der heutigen Zeit schlägt, haben wir im Fahrversuch auf unserer Kawasaki Ninja ZX10-R ermittelt.

Grip auf trockener Straße

Wenn der SportAttack etwas kann, dann ist es Trockengrip. Der Continental SportAttack vermittelt vor allem im Hochsommer extrem viel Grip und ein gutes Gefühl. Egal ob beim Bremsen oder Beschleunigen, der ContiSportAttack performt. Auch an kühleren Tagen funktioniert der Reifen für heutige Verhältnisse immer noch sehr gut. Der ContiSportAttack verlangt zwar nach einer Aufwärmphase, diese ist aber nicht allzu lang und so steht das Grippotenzial des Reifens relativ schnell zur Verfügung.

Grip auf nasser Straße

So sehr uns der SportAttack im Hinblick auf den Trockengrip überzeugen konnte, so enttäuschte er uns doch beim Nassgrip. Sobald die Fahrbahn feucht wird, schwindet das Vertrauen in den SportAttack. Am liebsten möchte man mit dem Motorrad dahinschleichen. Gerade wenn der Reifen etwas älter wird, lässt der Hinterradgrip im Nassen doch sehr zu wünschen übrig. Generell vermittelt der SportAttack bei Nässe kein gutes Gefühl. Man kann weiterfahren, sollte aber doch extrem an Tempo herausnehmen.

Bremseigenschaften

Auf der Bremse gript der SportAttack im Trockenen sehr gut. Leider finden wir, dass der Conti nur wenig Feedback auf der Bremse liefert. Generell war das Vertrauen ins Vorderrad beim scharfen Anbremsen nicht allzu hoch. Zu brenzligen Situationen oder zum Gripverlust kam es jedoch nie.

Fahrkomfort

Der Fahrkomfort des SportAttack in der Urversion hat uns ebenfalls nicht überzeugt. Klar, der Reifen gehört ins Hypersportsegment, moderne Ableger bieten aber Komfort und sportliches Feedback zugleich. Der Conti bietet keines von beidem so richtig, er verfügt außerdem über wenig Eigendämpfung. In Summe empfanden wir den Reifen als eher hart und “holzig”.

Reifenverschleiß

Kommen wir zur größten Schwäche des ContiSportAttack 1. Der Verschleiß des Reifens ist wirklich enorm. Auf einem leistungsstarken Motorrad kann man dem Hinterreifen förmlich beim “dahinschmelzen” zusehen. 20 Kilometer Fahrt, dann Hinterreifencheck und man kommt schon sehr ins Staunen, wie extrem eine 1000er den Conti doch schon auf der Straße in Mitleidenschaft zieht. Mit zunehmender Laufleistung verschlechtern sich außerdem die Fahreigenschaften im Allgemeinen und insbesondere beim Nassgrip enorm.

Laufleistung

Auch die Gesamtlaufleistung des SportAttack lässt sehr zu wünschen übrig. In unserem Langzeittest sind wir mit der ZX-10R überwiegend gemütlich und im Rahmen der StVO unterwegs gewesen. Außerdem waren auch 2 längere Autobahnetappen mit rund 400 Kilometern dabei. In Summe konnten wir mit dem SportAttack nur 3.516 Kilometer machen, bis der nächste Satz fällig war. Der Hinterreifen wies dabei schon eine kurze Zeit lang ein illegales Profil unter 1,6mm auf, da er sich auf der letzten Tour extrem schnell abfuhr.

Wer es sportlicher angehen lässt und dabei die Autobahnetappen auslässt, der wird mit dem SportAttack 1 aus unserer Sicht wohl nur eine Laufleistung von um die 2.000 Kilometer am Hinterrad erreichen.

Fahrstabilität / Kurvenstabilität

Die Fahr- und Kurvenstabilität des SportAttack geht ganz generell in Ordnung. Allerdings liefert der Reifen aus unserer Sicht in Schräglage nur wenig Feedback und verhält sich etwas kippelig. Gerade am Hinterrad empfanden wir das Feedback oftmals schwammig, was sich dann irgendwie auf das gesamte Fahrverhalten auswirkt.

Agilität / Einlenkverhalten

Der SportAttack der ersten Generation ist im Hinblick auf das Einlenken leider alles andere als vorbildlich. Wir empfanden den Reifen als extrem kipplig, was aber nichts mit Agilität zu tun hat. Der SportAttack erfordert relativ viel Überzeugungskraft um in den Radius zu gehen und kippt dann irgendwann beinahe unkontrolliert ein. Ein ähnliches Verhalten konnten wir auch beim SportAttack 2 beobachten, wobei es dort schon deutlich besser geworden ist. In jeder Situation liefert er nur wenig Feedback, was die Sache nicht einfacher macht.

Aufstellmoment

Im Hinblick auf das Aufstellmoment verhält sich der SportAttack ziemlich neutral. Zwar ist eine leichte Tendenz zum Aufstellen in Schräglage vorhanden, diese hat uns aber nicht wirklich gestört und kann leicht überstimmt werden.

Luftdruck

Wir haben den SportAttack mit den unterschiedlichsten Luftdrücken getestet. Generell fällt es uns schwer eine Empfehlung abzugeben, da sich der Reifen nur wenig verbessert hat und auch generell wenig Feedback liefert. Nach einigem Hin und Her haben wir auf der Ninja ZX10R einen Luftdruck von 2,3 bar an der VA und 2,6 bar an der HA gefahren.

Continental ContiSportAttack Erfahrungen

Unsere Erfahrungen mit dem SportAttack in der Urversion sind durchwachsen. An schönen Sommertagen bietet der Reifen tollen Grip und ein sportliches Fahrverhalten. Sobald der Reifen auf Temperatur ist, läuft er auch deutlich besser als in kaltem Zustand. Leider ist das Einlenkverhalten und der Verschleiß heutzutage nicht mehr zeitgemäß. Wer aber einen sportlichen und soliden Reifen zum sehr günstigen Preis sucht, der wird mit dem ContiSportAttack fündig. Rund 200 Euro kostet der Satz bei uns im Shop neu (! Preise können schwanken !), was für einen Hypersportreifen sensationell günstig ist. Selbst ein Satz Avon 3D Supersport aus der Budget-Ecke kostet ca. 100 Euro mehr.

Alternativen zum ContiSportAttack

Der Continental SportAttack 1 ist aufgrund seines Alters ein Budgetreifen, welcher vom namhaften Hersteller aus Deutschland auch heute noch als Einstieg in die Hypersportwelt angeboten wird. Folgende Alternativen in diesem Segment bieten sich an:

ContiSportAttack Test Video

UNSER TESTVIDEO FOLGT!

ContiSportAttack Testurteil

6.1 TOTAL SCORE

Continental ContiSportAttack

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Continental ContiSportAttack

Der Continental ContiSportAttack ist schon viele Jahre auf dem Markt, kann aber immer noch als Neureifen erworben werden. Die Urversion des SportAttack ist aktuell noch als günstiger Budgetreifen für den Einstieg in die Hypersport-Welt zu haben. Generell bietet der in die Jahre gekommene Reifen auch tatsächlich immer noch beachtliche Fahrleistungen im Hinblick auf den Grip. Gerade im Trocknen macht der SportAttack viel Spaß. Lediglich der Nassgrip und die geringe Laufleistung sind heutzutage nicht mehr wirklich zeitgemäß.

Empfehlung für:

  • Nakedbikes
  • Supersportler
  • Sparfüchse


Laufleistung 3
Aufwärmphase 7
Grip kaltes Wetter 8
Grip warmes Wetter 9
Grip heißes Wetter 9
Nassgrip 4
Aufstellmoment 8
Eigendämpfung 5
Komfort 5
Kurvenstabilität 5
Einlenkverhalten 4
Sportlichkeit / Feedback 6
Agilität 6
PROS
  • Günstige Reifenoption
  • Guter Trockengrip
  • Relativ kurze Aufwärmzeit
CONS
  • Starke Schwächen bei Nässe
  • Geringe Laufleistung
  • Seltsames Einlenkverhalten

Legende: Die maximal erreichbare Wertung = 10/10 – hohe Wertungen stellen immer eine bessere Performance dar. Ein hoher Wert beim Aufstellmoment deutet auf geringe Aufstellneigung hin.

Welche Erfahrungen mit dem Continental ContiSportAttack hast du gemacht? Hinterlasse uns ein Kommentar zum Budget-Reifen!

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