Michelin Power RS Test & Erfahrungen

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Michelin Power RS Test

Der Michelin Power RS ist ein Hypersport Reifen, welcher nicht nur auf der Landstraße, sondern auch auf der Rennstrecke eingesetzt werden kann. Wie gut sich der Reifen in der Praxis schlägt und für wen sich der Reifen eignet, verraten wir Ihnen im Michelin Power RS Test.

Michelin Power RS Test

Im Michelin Power RS Test haben wir die wichtigsten Punkte, welche bei einem Motorradreifen enorm wichtig sind genau unter die Lupe genommen. Wie verhält sich der Michelin Power RS bei Nässe und im trockenen? Wie ist der Fahrkomfort und wie sieht es mit dem Reifenverschleiß aus? All das und noch mehr erfahren Sie im Michelin Power RS Test.

Griffigkeit auf trockener Straße

Das ultrastabile Gummi wird auf der Landstraße nicht jedermanns Sache sein. An sich ist der Grip wirklich sehr gut, ja schon fantastisch. Gegenüber dem Vorgänger hat der RS nun etwas an Komfort und Handlichkeit verloren. Zu empfehlen ist der Reifen dank der Performance auf der Rennstrecke, nicht aber auf der Landstraße.

Griffigkeit auf nasser Straße

Hypersport bzw Rennstreckenreifen haben alle das Problem mit der Nässe. So auch der Michelin Power RS. Bei Regen ist es sehr gefährlich, da der Reifen schnell ins rutschen kommt. Schaut man sich das Profil an, so weiß man auch gleich warum. Regen ist absolut nicht sein Einsatzgebiet.

Bremseigenschaften

Die Bremseigenschaften des Michelin Power RS sind gut. Hier erkennt man schnell, dass die Rennstrecke sein Revier ist und der Reifen auf das Maximum ausgelegt ist. In kalten Zustand liefert er ein fantastisches Ergebnis, ums heißer er wird, desto mehr nimmt die Bremseigenschaft ab. Das ist aber bei vielen Reifen so. Grundsätzlich hat der Power RS aber gut abgeschnitten.

Fahrkomfort

Den Fahrkomfort fanden wir nicht wirklich gut. Warum verraten wir Ihnen im Punkt Kurvenstabilität genauer. Jedenfalls ist der Reifen für die Landstraße ungeeignet, da es wegen der Stabilität schwer ist die exakte Linie zu halten.

Reifenverschleiß / Laufleistung

Der wohl schlechteste Punkt im Michelin Power RS Test. Okay, der Reifen findet sein ideales Revier auf der Rennstrecke. Da er aber auch für die Straße zugelassen ist, sollte normal auch der Verschleiß einigermaßen gut sein. Ist er aber nicht. Das Gummi brennt bei sportlicher Fahrweise regelrecht runter und nach 1200 Kilometer war der Reifen bereits am Ende.

Michelin Power RS Praxistest

Fahrstabilität / Kurvenstabilität

Im Michelin Power RS Test hatten wir mit der Stabilität, vor allem in Kurven zu kämpfen. Viele der Rennreifen richten sich alleine auf, wenn man etwas mit dem Gas spielt. Das ist beim Michelin Power RS leider nicht der Fall. Hier muss man schon drücken um das Motorrad wieder aufrecht zu bekommen. Besonders für Unerfahrene wird das zu einem Problem. In diesem Punkt überzeugte der Reifen uns jedenfalls nicht. Hier hatte der Pirelli Diablo Rosso Corsa 2 klar die Nase vorne.

Michelin Power RS Erfahrungen

Unsere Erfahrungen mit dem Michelin Power RS sind zweigespalten. An sich liefert er einen guten Grip, doch man muss schon sehr erfahren sein. Auch viele andere Nutzer kritisierten den Michelin Power RS. Aus diesem Grund können wir den Reifen nur bedingt weiterempfehlen.

Liegen wir falsch? Wenn Sie bereits Erfahrungen mit dem Michelin Power RS gemacht haben, so hinterlassen Sie uns doch bitte einen Kommentar. Wie haben Sie den Reifen empfunden? Über ein Feedback würden wir uns sehr freuen.

Michelin Power RS Testurteil

2 KOMMENTARE

  1. Habe gänzlich andere Erfahrungen und Erlebnisse: Ich bin ein erfahrener schneller Fahrer mit sehr dynamischem, runden Fahrstil und ich liebe starke Schräglagen. Ich fuhr bis heute etwas mehr als eine halbe Million Kilometer in 28 Jahren. Den Reifen Michelin Power RS habe ich bis jetzt nur auf meiner Street Triple R (von 2013 mit 106 PS und 66 Nm) gefahren. Das ist m.E. der beste Reifen, den ich je mit ihr gefahren bin. Stabilität und Neutralität absolut topp. Nicht der super-handlichste aber dafür mega-stabil, geradeaus, in Kurven, beim Reinbremsen. Das Aufrichten-Müssen nach der Schräglage ist da, geschenkt. Dafür gibt er mir ein Vertrauen wie noch nie zuvor, ein Gefühl wirklich alles mit ihm machen zu können (trügerisch, ist mir voll bewusst). Bin überall 10 bis 30 km/h schneller unterwegs als je mit einem Reifen zuvor, muss mich bewusst zügeln um meinen Führerschein zu behalten. Bei meinem nicht so Drehmoment-gewaltigen Motorrad durchaus einen große Fahrleistung von aktuell 3.200km, und er hat noch Profil für weitere ca. 1000km, obwohl ich ihn mit den 66 Nm und 106 PS enorm kräftig rangenommen habe.

  2. Michelin power rs ist das beste Vorderrad das ich jemals gefahren habe. Hinterrad nur die +Version, die finde ich zu weich. Auch der kaltgrip ist sehr gut. Bei Nässe kann ich nichts sagen, fahre wenn möglich nur im trockenen.
    Hatte jedoch gerade auf Sardinien den Corsa 2 gefahren, der war nach 2000km an den Flanken auf 1mm und hat ein paar mal überhitzt, was sich aber durch gutmütiges schmieren ankündigt. Bitumen können beide Reifen nicht, der Corsa2 allerdings noch weniger.
    Fazit: Vorderreifen Michelin power rs
    Hinterreifen Corsa 2

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