Motorradreifen Zulassung – Das muss man beachten!

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Motorradreifen Zulassung Informationen

Haben Sie schon einmal etwas von der Motorradreifen Zulassung gehört? Nein? Dann empfehlen wir Ihnen dringend sich darüber zu informieren. In diesem Ratgeber verraten wir Ihnen alles über die Motorradreifen Zulassung und was Sie darüber wissen müssen. Es darf und kann nämlich nicht ein x-beliebiger Reifen am Motorrad aufgezogen werden. Hier gibt es einiges zu beachten.

Motorradreifen Zulassung Deutschland

Der Fahrzeugführer ist dafür verantwortlich, dass das Fahrzeug der StVZO entspricht. Das bedeutet auch, dass sich jeder über die Reifenfreigabe informieren muss und die entsprechenden Reifen fährt. Ist das nicht der Fall, so droht ein Bußgeld.

Jeder Reifenhersteller ist verpflichtet, die Fabrikatsnummer, aber auch die Informationen bezüglich der Höchstgeschwindigkeit etc. auf den Reifen abzubilden. Erkennen können Sie das Anhand der Buchstaben. Anbei erklären wir Ihnen welche Bezeichnung für was steht.

Motorradreifen Kennzeichnung
  1. Nennbreite des Reifens in mm
  2. Höhen-Breiten-Verhältnis des Reifenquerschnitts in Prozent
  3. Bauartkennung als Überrest der Reifenkennzeichnung vor der Einführung der ECE-R 75. Ein Reifen mit der Kennung „Z“ vor dem R war geeignet für eine Geschwindigkeit über 240 km/h.
  4. Durchmesser des Reifen in Zoll
  5. Reifen ist ein Motorradreifen und bestimmt für die Verwendung auf Felgen mit M/C-Kennzeichnung.
  6. Diese Kennzeichnung ist mit Einführung der ECE R 75 neu. 73 steht hier als Lastindex für eine Radlast von 365 kg bei einem Reifendruck von 2,9 bar und bis zu einer Fahrgeschwindigkeit von 240 km/h. W steht für eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h (Tragfähigkeit bei Höchstgeschwindigkeit 270 km/h reduziert sich auf nur noch 274 kg)

In Deutschland werden Reifenfabrikatsbindungen für Motorräder wegen der hohen Geschwindigkeiten, die hier gefahren werden dürfen, und wegen besonderer Rechtsbedingungen anders gehandhabt als in den übrigen europäischen Ländern. Dort sind Reifenbindungen weitgehend unbekannt.

Die Reifenbezeichnungen der montierten Reifen müssen in Deutschland mit den Daten in der Zulassungsbescheinigung-Teil 1 (früher Fahrzeugschein) übereinstimmen. Gegebenenfalls ist auch eine spezifische Kombinationen aus Vorder- und Hinterradbereifung einzuhalten.

Bei einigen Motorrädern sind Hersteller und Modellbezeichnung der zu verwendenden Reifen genau vorgeschrieben. Um etwas freier bei der Reifenwahl zu sein, oder wenn die ursprünglich eingetragenen Reifentypen nicht mehr erhältlich sind, kann man diese Reifenbindung „austragen“ lassen. Besteht kein Herstellereintrag, hat man die freie Wahl zwischen verschiedenen Fabrikaten, nur die Reifendimensionen müssen beachtet werden.

Warum ist die Motorradreifen Zulassung so wichtig?

Motorradreifen stellen den Kontakt des Fahrzeuges zur Fahrbahn her und haben einerseits einen großen Einfluss auf die Fahrdynamik und sind andererseits wesentliches Element der Fahrsicherheit. Die Reifen müssen Brems-, Beschleunigungs- und Seitenführungskräfte übertragen. Ferner sorgen sie für Fahrkomfort und dämpfen von außen auf das Fahrzeug wirkende oder innerhalb des Fahrzeugs entstehende Störeinflüsse.

Montieren Sie jetzt einen falschen Reifen, so kann das ernstzunehmenden Folgend haben. Vor allem wenn die zulässige Geschwindigkeit des Reifen übertroffen wird. Im schlimmsten Fall kann der Reifen der Belastung nicht standhalten und Platzt. Die folgen eines Reifenplatzers während der Fahrt müssen wir glaub nicht weiter erklären.

Reifenplatzer beim Motorrad

Was auch besonders wichtig ist, ist der richtige Luftdruck der Reifen. Die Fahrzeughersteller schreiben für jeden Fahrzeugtyp genau den Reifenluftdruck vor. Dieser beeinflusst das Fahrverhalten und damit die Fahrsicherheit sowie die Reifenlebensdauer.

Die Tragfähigkeit des Reifens hängt vom Luftdruck ab. Daher wird dieser von manchen Herstellern jeweils für das minimal beladene (= Einpersonenbetrieb) sowie das voll beladene Fahrzeug angegeben, andere Hersteller schreiben für alle Beladungszustände einen einheitlichen Reifendruck vor. Diese Informationen sind in der Bedienungsanleitung des Motorrads oder in den Empfehlungen des Reifenherstellers für den jeweiligen Motorradtyp ersichtlich. Mehr Informationen finden Sie in unserem Ratgeber.

Reifenfreigabe für Motorrad

Sind Sie sich nicht sicher, welche Reifenfreigabe für Ihr Motorrad gegeben ist? Im Handbuch finden Sie die erlaubten Reifenfreigaben. Sollten Sie das Farzeug-Benutzerhandbuch jedoch nicht mehr besitzen, so finden Sie auch online schnell nach der Freigabe.

Reifenfreigabe Fahrzeugbuch

Einige Motorradhersteller bieten über ihre deutschen Internetseiten die Reifenfreigaben für ihre aktuellen und teilweise auch älteren Motorradmodelle an. In den meisten Fällen kann die Unbedenklichkeitserklärung als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Anbei die wichtigsten Internetseiten der Motorradhersteller:

  • Honda:http://de.honda.de/service/motorraeder/service_reifenfreigaben.php
  • Kawasaki: http://www.kawasaki.info/downloads/
  • KTM: http://www.ktm.com/globalassets/service/tire-
  • list/reifenfreigaben_version_18_05_2017_de_.pdf
  • Suzuki: https://motorrad.suzuki.de/service/reifenbescheinigungen
  • Yamaha: https://www.yamaha-motor.eu/de/services/freigaben_gutachten/index.aspx \_

Haben Sie noch Fragen bezüglich der Motorradreifen Zulassung? Hinterlassen Sie uns einfach einen Kommentar und wir werden uns so schnell wie möglich um Ihr Anliegen kümmern.

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