Motorradreifen Freigabe

Bikereifen24.de Motorradreifenfreigabe

Anders als bei einem PKW, muss ein Motorradreifen für die jeweiligen Motorräder freigegeben werden. Das liegt daran, dass die Vorgaben in Deutschland sehr streng und genau sind. In erster Linie trägt die Motorradreifen Freigabe aber zur Sicherheit bei. Das Thema sollten Sie daher nicht auf die leichte Schulter nehmen. Motorradreifen von Michelin, Pirelli, Dunlop, Bridgestone, Continental, Avon, Mitas, Heidenau, Metzeler etc. besitzen in Deutschland viele Reifenfreigaben diverser Motorrad-Fahrzeughersteller. Sofern das eingetragerne Reifenmaß passt, können nahezu alle Reifen montiert werden. Um auf Nummer sicher zu gehen und kein Bußgeld zu erwarten, sollte man vor dem Kauf neuer Motorradreifen die jeweilige Reifenfreigabe unbbedingt überprüfen.

Bei den jeweiligen Produkten in unserem Motorradreifen Shop finden Sie jeweils die passenden Links zu den Herstellern, wo Sie die Reifenfreigabe auch kontrollieren können. Auf dieser Seite fassen wir alle Links der jeweiligen Hersteller mochmals übersichtlich zusammen. Durch das Klicken auf die Logos werden Sie zur jeweiligen Seite weitergeleitet.


Falls Sie mehr über das Thema Reifenfreigabe sowie die Gesetzeslage etc. wissen möchten, schauen Sie sich die Motorradreifen: Freigaben und Unbedenklichkeitserklärungen vom ADAC an. Dort wird alles im Detail erklärt und aufgelistet, sodass keine Fragen mehr offen sein sollten.

Welche Reifen darf ich beim Motorrad fahren?

Sie dürfen ausschließeliche diese Reifen auf Ihr Motorrad montieren, welche auch für das jeweilige Motorrad zugelassen sind. Dies findet man mittels der Reifenfreigabe der jeweiligen Hersteller heraus. Zwar gibt es auch dort Ausnahmen, dazu später mehr, aber so lässt sich am schnellsten herausfinden welche Reifen auf welchem Motorrad zugelassen sind.

E-Kennzeichnung Motorradreifen ECE-Nummer

Motorradreifen sind entsprechend der ECE-R 75 genormt. Sie gilt für Zweiradreifen spätestens ab dem Produktionsdatum Oktober 1998 und betrifft insbesondere die Beschriftung der Reifen- flanke. Diese gibt Auskunft über die wichtigsten Daten des Reifens.

Die ECE-Nummer inklusive dem E-Zeichen muss auf jedem Reifen abgebildet sein. Nur mittels diesem kann herausgefunden werden ob der Reifen auch zugelassen ist. Sollte aus unerklärlichen Gründen diese Nummer bzw das E Zeichen fehlen, handelt es sich um keinen Reifen der Hersteller.

Keine Reifenfreigabe für mein Motorrad

Es kann vorkommen, dass keine Reifenfreigabe eingetragen ist. Dies kommt zwar selten vor, jedoch gilt es auch hier auf einiges zu achten. Auf Motorrädern, für die keine Reifenbindung besteht, dürfen alle UNECE-geprüften Reifen (mit e-Kennzeichnung) mit der vorgeschriebenen Dimension bzw. Spezifikationen gefahren werden.

Was ist die UNECE Nummer?

Hinter der E-Kennzeichnung steht ein Zertifikat der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE). Es bestätigt die Einhaltung der für Europa einheitlichen Bedingungen zur Genehmigung von Luftreifen. Zu prüfen und genehmigen ist jeder einzelne Reifentyp.

Aufziehgerät Motorradreifen

Wichtiger Hinweis zu Reifenumrüstungen an Motorrädern!

Im Verkehrsblatt 15-2019 vom 15.08.2019 wurde die Praxis der Reifenumrüstung an Motorrädern neu festgelegt. Daraus resultiert, dass bestehende Bereifungsempfehlungen oder Unbedenk­lichkeits­be­scheinigungen nicht länger als alleiniger Nachweis über eine gefährdungsfreie Montage bei abweichender Dimension oder Bauart herangezogen werden können.

Gültig ist die neue Vorgehensweise für Reifen, die nach 31.12.2019 hergestellt wurden, bzw. ab dem Jahr 01.01.2025 für alle Reifenumrüstungen.

Bei der Reifenumrüstung werden nun folgende Fälle unterschieden:

Fall 1: Fahrzeuge mit EU-Typgenehmigung (die Mehrheit der Fahrzeuge ab BJ 2000)

Fall 1a: Gleiche Reifengröße, anderer Hersteller.

Die Umrüstung ist zulässig, die Betriebserlaubnis erlischt nicht. Eine Anbauabnahme und Eintragung in die Zulassungsbescheinigung ist nicht nötig (Verkehrsblatt 15-2019, Nr. 90). Für diesen Fall stellen wir Ihnen eine Service-Information zur Verfügung, aus der die von uns empfohlenen Reifenkombinationen für Ihr Fahrzeug hervorgehen.

Fall 1b: Geänderte Reifengröße, die innerhalb der original eingetragenen Reifengrößen liegt.

Setzt voraus, dass schon bei der Fahrzeughomologation mehrere Reifengrößen eingetragen wurden und die neue Reifengröße innerhalb der in der Zulassungsbescheinigung (ZB) oder im COC-Papier aufgeführten Dimensionen liegt. Diese Änderung ist ohne Weiteres zulässig, auch hier hilft Ihnen eine Service-Informationbei der Auswahl der geeigneten Bereifung.

Fall 1c: Geänderte Reifengröße oder geänderte Reifenbauart.

Bei Montage der Reifen liegt eine Änderung des Fahrzeugs und ein Erlöschen der Betriebserlaubnis nach §19 (2) StVZO vor. Entspricht das Fahrzeug ansonsten dem genehmigten Zustand, ist eine Begutachtung gemäß §21 auf Grund §19 (2) StVZO möglich und nach dem Umbau unverzüglich erforderlich!

Eine von uns ausgestellte Herstellerbescheinigung für die getesteten Fahrzeug-/Reifenkombinationen kann hier als Prüfgrundlage für die Begutachtung gemäß § 21 StVZO dienen, stellt aber keine Garantie für eine erfolgreiche Abnahme und Eintragung in die Zulassungsbescheinigung dar!

Grundsätzlich für Fall 1 gilt: Die geänderte Bereifung muss typgenehmigt (UN/ECE Regelung 75) und technische Parameter (Geschwindigkeitsindex, Traglast) müssen gleich oder höherwertig sein.

Fall 2: Fahrzeuge ohne EU-Typgenehmigung (alte Fahrzeuge mit ABE oder mit Einzel­ab­nahme nach §20/21)

Die Verwendung anderer Reifen, als in den Zulassungsdokumenten aufgeführt, ist nicht zulässig! Hier ist ein Vorgehen wie in Fall 1c notwendig.

(Quelle ©Text Reifenumrüstung: Continental)

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